Liebe Freunde des Bauernhausvereins,
diese Zeilen schreibe ich bei 30° C Lufttemperatur im Januar. Nach MEZ 11.00 Uhr morgens geht gerade die Sonne unter. Rund 11.000 km trennen mich und meine Frau vom Freilichtmuseum. Wir sind auf den Philippinen. Warum denke ich in diesem fernen Tropenparadies an zu Hause? Der Grund ist unsere Strandhütte. Sie hat ein Schilfdach, unseren Reetdächern nicht unähnlich. Das Dachdecken verrichten hier – wie früher bei uns auch – die Bewohner. Material ist reichlich vorhanden, es wächst in den vielen Feuchtgebieten der Inseln. Verwendet wird das Schilfblatt, nicht der Halm. Die Technik ist traditionell. Der Dachstuhl wird aus Bambus gefertigt, das Blatt mit Naturbändern befestigt. Ein solches Dach hält 20 bis 30 Jahre, sollte es ein Taifun nicht vorzeitig abdecken. Die Einheimischen schätzen diese natürlichen Dächer sehr. Sie sind nicht so heiß, billiger und bei Regen viel leiser als das alternativ verwendete Wellblech.
Doch nun zu unseren eigenen Dächern. Auf dem Geesthof sind bei allen Häusern dringende Teilneueindeckungen erforderlich. Nachdem wir entscheidende Mitglieder des Bauausschusses bei einer Ortsbegehung von der Notwendigkeit einer Reparatur überzeugen konnten, durften wir bereits in der Zeitung lesen, dass 37.000 € aus den Mitteln der Stiftung Wohnliche Stadt bereitgestellt werden sollen. So hoffen wir, in diesem Jahr die Arbeiten mit einer Fachfirma vornehmen zu können.
Weiter ist eine Erneuerung der rotten Grundbalken des Backhauses erforderlich.
Leider ist das Mühlendach undicht und der Steert muss abgedeckt werden. Auch hier ist teure Abhilfe erforderlich. Unsere ausgesprochen erfolgreiche Mühlenmannschaft, siehe Artikel, möchte ihr Werk vor Wasser geschützt wissen – laufen doch bereits die Flügel motorgetrieben und eine fachmännische Beleuchtung ist in Betrieb. Zu Pfingsten sollen sich die Mühlenflügel für alle Parkbesucher sichtbar drehen! Die projektierte kleine Scheune am Marschenhaus ist auf dem Gelände abgesteckt. Der Baugrund wird im Frühjahr auf seine Beschaffenheit geprüft. Kontaminierungen und Bombenblindgänger auf dem Areal müssen ausgeschlossen werden.
Die Walkiefer des Geesthofes wurden in den Fischereihafen verbracht. Das Berufsfortbildungswerk nimmt eine Konservierung vor. WIN sei Dank sollten die Knochen bis zum Sommer wieder unserem Logo entsprechend an der Toranlage stehen. Eine Anfrage im Büro des Bundestagsabgeordneten Beckmeyer im Februar bezüglich unserer Berlinreisepläne ergab noch keine konkreten Termine. Die Sache ist jedoch in Arbeit.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Peter Hebel
1. Vorsitzender